Spielfilm 1986
16 mm Farbe | 90 Minuten
Buch und Regie: Jutta Brückner
Kamera: Marcelo Camorino
Musik: Brynmor Llewelyn Jones
Preis der deutschen Filmkritik für den besten Spielfilm des Jahres 1986/87
Die Sehnsucht nach der Liebesutopie ist durch alle Erfahrungen mit rabiater Praxis nicht umzubringen.
Eine Frau blickt in den Spiegel und in ihrem Kopf formt sich ein Brief, über Leidenschaft, Begierde, Enttäuschung und Wut. Ein Zwiegespräch mit der Liebe, mit sich selbst.
Gestalten tauchen auf: Die junge Braut, die alles erwartet und nur noch nicht so genau weiß,
was eigentlich; die Ehefrau, die enttäuscht und eifersüchtig einen Besitz verteidigen muss: ihren
Mann; die Einsame, die sich dem männlichen Traumbild im Spiegel so gern in die Arme werfen
würde; die unerschütterlich Gläubige, die nichts davon abbringen kann, ihm zu folgen; die junge Moderne, die mit der Liebe keine Umstände machen will und der sich doch immer wieder
die Worte hervordrängen: Ich liebe Dich; und schließlich die Entschlossene, die fortgeht, ohne
zu wissen, wohin.
Immer atemlos - auf den Spuren der Lebe - treffen diese Frauen aufeinander, entfernen sich,
kommen wieder zusammen, ein Schattenballett, ein Liebesreigen, ein Tanz- und Tangofilm. Alles kreist nur um den
Mann. Er wird maßlos überschätzt, gnadenlos verdammt. Der, der da ist, ist offensichtlich
immer der Falsche, den Richtigen gibt es wohl nur im Traum. Und die Männer in ihren grauen
Anzügen, die nicht merken, dass sie Partner sein sollen für etwas ganz Außergewöhnliches, lassen den Traum zu einem Alptraum werden. Die Liebe versandet in den Banalitäten des Alltags
und den Gewalttätigkeiten derer, die stärker sind. Wenn da nicht immer wieder diese Hoffnung
wäre, die der Tangosänger besingt: „Mein Leben war erloschen, tot, doch dann sah ich Dich...
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„Den Ariadne-Faden vom Konzept der
romantischen Liebe zurück zum Körper als
ihrem verdrängten Medium knüpft Jutta
Brückner in ihrem in Argentinien gedrehten
Film ‚Ein Blick - und die Liebe bricht aus’.
In großen, offenen Räumen entfaltet er eine
Art von Stationen-Drama in der Form eines
von Musik unterlegten Tanztheaters. Die
Stationen sind ganz klassisch aus dem
Arsenal weiblicher Lebensgeschichten zusammengesetzt, von der Defloration in der
Hochzeitsnacht über Eheszenen und Abtreibung bis zur endlosen Situation des Wartens
auf das, was nicht passiert: den Ausbruch der
Liebe...
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Gespräch zwischen Jutta Brückner und Hans-Joachim Schlegel über
„Ein Blick - und die Liebe bricht aus”
Barbara Kosta
Gespräch zwischen Gerburg Treusch-Dieter und Jutta Brückner über „Ein Blick - und die Liebe bricht aus”
Interview mit Jutta Brückner von Barbara Kosta und Lilli Limonius
Gespräch zwischen Jutta Brückner und Erika Richter
Ingeborg von Zadow
Filmblätter des Internationalen Forums des Jungen Films 1987